Bericht von der letzten Generalversammlung

Die Feier-Fusion
VON ANDRE ELSINGHORST UND CHRISTOPH TEWIEL)


RHEDE Mit großer Mehrheit stimmten die Jakobi-Schützen und dte Bürgerschutzen für ein gemeinsames Schützenfest beider Vereine. Rückgängige Besucherzahlen zwingen die Vereine zu diesem Schritt.
RHEDE Mit großer Mehrheit beschlossen die Bürgerschützen und die Mitglieder des St.-Jakobi-Schützenvereins in getrennten Versammlungen, im Jahr 2007 erstmals ein gemeinsames Schützenfest auszurichten. Die Mitglieder einigten sich darauf, eine gemeinsame Schützenfestkasse einzurichten und in der dritten Maiwoche bei einem Vogelschießen einen gemeinsamen König auszuschießen. Einwände gegen den Vorschlag der Vorstände und der Offizierscorps gab es in beiden Vereine nur vereinzelt.
Eine mögliche Zusammenlegung beider Schützenfeste stand schon länger im Raum, nachdem beide Feste unter Besuchermangel litten. Trotz Sparmaßnahmen machten beispielsweise die St.-Jakobi-Schützen Verluste. Sollte dieser Trend anhalten, stehe eine Fortführung der Schützenfest-Tradition auf der Kippe, hieß es in der Versammlung. „Es geht hier um die Fortrührung einer Tradition", appellierte Präsident Peter Bölting an seine Jakobi-Schützenbrüder.
Bürgerschützenpräsident Wolfgang Fernk meinte gestern Vormittag in der Versammlung seines Vereins: „Wie haben doch alle unsere Schwierigkeiten. Deswegen ist jetzt die Zeit, den richtigen Schritt in die Zukunft zu tun." Aus den Reihen der Bürgerschützen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass, wenn sich zwei Kranke zusammenschlössen, noch kein Gesunder daraus würde. Dem entgegnete Fernk: „Weil wir jetzt noch gesund sind, müssen wir auch jetzt die Weichen stellen, sonst kann es irgendwann zu spät sein." Er betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Jakobi-Schützen und Bürgerschützen eine große Chance für das Schützenwesen in Rhede insgesamt sei. Fernk: „Beide Vereine sind gleichberechtigt, auf Dauer wird es aber einen von beiden möglicherweise in die Knie zwingen. Bei Jakobi sind doch nette Kerls und die Mädels sind auch nicht verkehrt, wir sollten mit einer Kooperation nicht länger warten."
In der Versammlung der Jakobi-Schützen sagte Peter Bölting: „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es Traditionsvereine schwer haben, zu bestehen!" Für eine Zusammenführung beider Schützenvereine plädierte auch Erwin Renting, ehemaliger Vorsitzender der Jakobi-Schützen. „Jeder Verein muss seine Identität wiederfinden. Da müssen wir auf Augenhöhe verhandeln und gemeinsame Punkte zur Einigung finden", meinte er. Bölting stimmte dem zu und ergänzte: „Es wird keinen Verlierer geben! Es findet zusammen, was zusammengehört."
Das Kinderschützenfest wollen die Jakobi- und die Bürgerschützen schon im kommenden Jahr zusammen feiern- und zwar am 12. August auf dem DJK-Platz.
Deutliche Mehrheiten
Insgesamt 59 Jakobi-Schützen stimmten für das gemeinsame Schützenfest. Es gab acht Gegenstimmen und eine Enthaltung. Alle Schutzenbrüder sprachen sich für ein gemeinsames Vogelschießen aus. Von den 94 Bürgerschützen im Saal Rössing stimmten 76 für das gemeinsame Schützenfest, zehn Vereinsmitglieder stimmten dagegen und acht Schützen enthielten sich.